EU in Motion – EQR in Gesundheitsberufen

Die Gesundheitsberufe müssen angesichts des Fachkräftemangels attraktiver werden, die Ausbildung sollte auf die Internationalisierung des Arbeitsmarktes vorbereiten.

Ziel von EU IN MOTION war es, mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von beruflichen Kompetenzen zu schaffen. Für ausgewählte Gesundheitsberufe wurde analysiert, wie der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) eingesetzt werden kann, als Projektresultat liegt eine „Kompetenzmatrix“ der Gesundheitsberufe vor. Die Matrix bildet die Grundlage, die den Vergleich von Berufsqualifikationen unter den beteiligten EU-Ländern ermöglicht und die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen erleichtert. Zugleich ist die Struktur der Kompetenzmatrix auf andere Berufe und Länder übertragbar.

Masterplan Gesundheit

Die BGZ hatte die Federführung sowohl für das nationale als auch das internationale Projektmanagement. Mit dem Projekt leisteten die BGZ und ihre Berliner und ausländischen Partner aus fünf EU-Ländern einen Beitrag zur Sicherung der Qualität der Fachkräfte im Gesundheitssektor und zugleich zum Masterplan Gesundheit Berlin-Brandenburg.

Das Ergebnis von EU IN MOTION sind konkrete Vorschläge an politische Entscheidungsträger, Bildungseinrichtungen, Berufsverbände der EU-Länder zur Umsetzung des EQR auf nationaler sowie europäischer Ebene. Diese Empfehlungen an EU-Stakeholder zur Weiterentwicklung und Erprobung des EQR in ausgewählten Gesundheitsberufen betrafen die Kompetenztransparenz, die Durchlässigkeit von beruflicher und akademischer Bildung und die Schaffung eines aufeinander aufbauenden Systems beruflicher Aus- und Weiterbildung. Die Gesamtergebnisse sind in deutscher und englischer Version auf einer CD dokumentiert.

 „Wenn im DQR (nur) die formalen Bildungsabschlüsse zugeordnet werden, kommen Berufserfahrungen und personelle Kompetenzen zu kurz. Zu diesem Zweck müsste eine `individuelle Zertifizierung` vorgenommen werden, wie z.B. in den Niederlanden üblich. Allerdings erscheint der Aufwand, der mit dem Portfolioverfahren zur Erfassung der individuellen Gesamtkompetenz verbunden ist, sehr hoch. Unsere Aufgabe besteht darin, zu überlegen, wie ein Mittelweg aussehen könnte.“

Prof. Dr. Jutta Räbiger, Alice Salomon Hochschule Berlin
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Projektdetails

Durchgeführt in:

Deutschland, Österreich, Niederlande, Slowenien, Großbritannien

Laufzeit:

2008-2010

Partner in Berlin:

Alice-Salomon Hochschule, Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Vivantes Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen

Transnationale Partner:

ROC van Amsterdam (NL), Glasgow Caledonian University (GB), Amt der Steiermärkischen Landesregierung (AT), Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Stolzalpe (AT), Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Cejle (Sl)

Ansprechperson:

Grazyna Wittgen
Tel.: +49(30) 80 99 41-14

Christian Prange
Tel: +49 (30) 809941-17

Geber:

Europäische Kommission – EACEALLP/ Grundtvig