Active Health:
Strategien für einen verbesserten Zugang von
Migrant/innen zur Gesundheitsversorgung

Das Land Berlin hat – gemeinsam mit dem Land Brandenburg – einen „Masterplan Gesundheit“ verabschiedet, in dem strategische Ziele genannt sind, um das Wachstumspotenzial des Wirtschafts- und Standortfaktors Gesundheit verstärkt zu nutzen und weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch ein verbesserter Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle. Bürger/innen mit Migrationshintergrund erfahren hierbei häufiger soziale Benachteiligungen. Das Projekt “Active Health” öffnete einen neuen Blickwinkel: Die Idee ist, mehr Menschen mit Migrationshintergrund für Gesundheitsberufe zu begeistern, die dann als Multiplikatoren und Vorbilder in ihren Lebenswelten wirken. Zudem wird die interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen unterstützt.

“Active Health” war auf Breitenwirkung angelegt. Besonderes Augenmerk lag auf der Vielfalt der Akteure, die im Projekt gemeinsam agierten.

Masterplan Gesundheit

“Active Health” war auf Breitenwirkung angelegt. Besonderes Augenmerk lag auf der Vielfalt der Akteure, die im Projekt gemeinsam agierten. “Active Health” bündelte eine Vielzahl von Aktionen zu einer schlagkräftigen Kampagne: Netzwerk- und Open Space-Workshops waren Plattform für Kontaktanbahnung und Austausch der Akteure. Fachgespräche halfen, die Akteure der Entscheidungsebene verstärkt einzubeziehen.

„Active Health“ bot den Multiplikatoren wertvolle Hilfestellung: Sechs Beispiele Guter Praxis zur interkulturellen Öffnung und zu Ausbildungsangeboten laden zum Nachmachen ein. Unter Federführung des strategischen Beirats wurde ein Positionspapier mit sieben zentralen politischen Empfehlungen erarbeitet und in die politische Diskussion eingebracht. Das wichtigste Ergebnis sind die Jobpaten selbst – eine Gruppe junger Migrantinnen und Migranten aus Berlin, die einen Gesundheitsberuf erlernen oder ausüben und sich ehrenamtlich engagieren, z.B. bei Berufsinformationstagen an Schulen.

 Die BGZ ist eine engagierte und verlässliche Partnerin, die ein großes Know-how bei der Akquise und Durchführung internationaler Projekte im Bereich Berufsbildung besitzt. Überdies hat sie sich in den vergangenen Jahren als Akteur im Gesundheitsbereich etabliert. Diese Erfahrungen sind für unsere Kooperation sehr wertvoll. In erster Linie kommt es für uns als Landesbehörde aber darauf an, dass die Projekte unsere gesundheitspolitischen Zielsetzungen aufgreifen und umsetzen. Da dies seitens der BGZ bisher immer gewährleistet war, könnte ich mir künftig bei vielen weiteren Themen eine Zusammenarbeit vorstellen.

Elke Zingel-Lang, Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz

Material

Projektflyer:
Deutsch
Empfehlung des Strategischen Beirats (PDF)
Deutsch Englisch
Das Jobpatennetzwerk des Projekts „Active Health“ (PDF)
Deutsch
Chancen für die Zukunft nutzen - Der Culture Fair Test
Deutsch
Dokumentation der Fachtagung (PDF)
Deutsch
Dokumentation Open Space (PDF)
Deutsch

Das Projekt “Active Health” wird durch die Europäische Kommission im Rahmen des Programms “PROGRESS” gefördert. Für den Inhalt dieser Veröffentlichung sind allein die Autoren verantwortlich. Der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden. Die Europäische Kommission haftet nicht für die weitere Nutzung der in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen.

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Projektdetails

Durchgeführt in:

Berlin und den Niederlanden

Laufzeit:

2006 – 2007

Partner in Berlin:

Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Vivantes, Migrationsrat Berlin-Brandenburg, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen u.a.

Transnationale Partner:

SIGRA (Netzwerk von über 100 Gesundheitsinstitutionen in der Region Amsterdam)

Projektseite:

www.gesunde-perspektive.de (Portal für Jugendliche)

www.activehealth.gesundheitberlin.de (Portal für Netzwerkakteure)

Ansprechperson:

Dr. Ines Klemm
Tel. +49 (30) 809941-15

Geber:

Europäische Kommission (Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung)